ABO+2018-05-02 08:56

Unterhalb von 80 Meter Tiefe ist der Zürichsee so gut wie tot

Zürichsee

Timothy Alexander hat die Untersuchungen der Eawag im Zürichsee bei Projet Lac geleitet. Im Interview erklärt der Forscher, wie Klima, Wasserqualität, Tiefe, Uferraum und Fischbestand zusammenhängen.

Senken den Sauerstoffgehalt: Burgunderblutalgen im Zürichsee. Anders als im Walensee oder im Genfersee trifft man im Zürichsee ab 80 Meter Tiefe auf keine Fische mehr.

Senken den Sauerstoffgehalt: Burgunderblutalgen im Zürichsee. Anders als im Walensee oder im Genfersee trifft man im Zürichsee ab 80 Meter Tiefe auf keine Fische mehr.

(Bild: Symbolbild/Christian Dietz)

  • Interview: Christian Dietz-Saluz

Welche sind die wichtigsten Erkennt­nisse über den Zustand des Zürichsees?Timothy Alexander:Der wich­tigste Beitrag des Berichts Projet Lac zum Zürichsee ist, die Bedrohung des Fischbestands im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Zuwanderung von fremden Arten zu erhellen. Das Wasser an der Oberfläche wärmt sich im Untersee rapide auf. Mildere Winter verursachen eine schwächere und weniger tief­ gehende Wasserdurchmischung. Das reduziert die Menge der nach oben steigenden Nährstoffe im Frühling. Nebenbei erhöht die schwächere Wasserdurchmischung die Konzentration der Burgunderblutalge.

Zürichsee-Zeitung

Timothy Alexander, Forschungsleiter
Timothy Alexander, Forschungsleiter