2017-04-06 09:52

Adliswils Parlament segnet ein weiteres Schulhausprojekt ab

Adliswil

Der Grosse Gemeinderat hat am Mittwochabend einen Kredit von 8,5 Millionen Franken für den Ausbau der Primar­schule Wilacker gutgeheissen. Ob das Vorhaben definitiv umgesetzt wird, entscheidet das Stimmvolk im nächsten Juni.

Die heutigen Pavillons der Schule Wilacker sind veraltet und bieten zu wenig Platz. Der Grosse Gemeinderat hat deshalb einem 8,5 Millionen teuren Ausbauprojekt zugestimmt.

Die heutigen Pavillons der Schule Wilacker sind veraltet und bieten zu wenig Platz. Der Grosse Gemeinderat hat deshalb einem 8,5 Millionen teuren Ausbauprojekt zugestimmt.

(Bild: Michael Trost)

  • Markus Hausmann

2017 ist in Adliswil noch keine Ratssitzung vergangen, an der sich der Grosse Gemeinderat nicht mit einem Schulhaus befasst hätte: Im Februar war das noch nicht existierende Schulhaus Dietlimoos dran, vor einem Monat das Sonnenberg und am Donnerstag nun das Wilacker. Immer ging es um einen zu bewilligenden Kredit, und immer sagten die Parlamentarier Ja.

So auch an der kurzen Sitzung von gestern Abend. Einstimmig haben die 34 anwesenden Räte einen Realisierungskredit von 8,5 Millionen Franken durchgewinkt. «Das ist zwar ein hoher ­Be­trag, aber im üblichen Rahmen», kommentierte Walter Ueber­sax (CVP) stellvertretend für die Rechnungs- und Geschäfts­prüfungskommission. Die Kommission hatte das Geschäft zuvor ebenfalls einstimmig zur An­nahme empfohlen. Denn «das Projekt macht einen guten, weitsichtigen und durchdachten Eindruck».

Neubau in zwei Etappen

Mit dem abgesegneten Kredit können die heutigen Pavillons der Primarschule Wilacker durch zwei modulare Schulgebäude erweitert werden. In einer ersten Phase wird dazu ein dreigeschossiger Neubau in Holzbauweise realisiert, der Platz für sechs Klasseneinheiten mit Neben­räumen schafft. In einer zweiten Phase wird ab Ende 2020 der heutige Schulpavillon Dietlimoos aufs Areal Wilacker umplatziert. Dieser Pavillon bietet Platz für zwei weitere Klassen, Fach­zimmer und Tagesstrukturen. Ist das Projekt abgeschlossen, sollen die veralteten Wilacker-Pavillons zurückgebaut werden.

Wie das Abstimmungsresultat waren im Rat auch die vorgängigen Voten: allesamt zustimmend. Stellvertretend für die SVP sagte beispielsweise Daniela Morf: «Das Projekt Wilacker zeigt, dass die Schule auf einem guten Weg ist und mit Bedacht die nötigen Erneuerungen, Um- und Neubauten angeht.» Die SVP hoffe nun, dass die Termine im Projekt eingehalten werden können.

«Solid, durchdacht, gelungen»

Gelobt wurde der Stadtrat vor ­allem für die Nachhaltigkeit seines Vorhabens. «Wir befürworten, dass die Schule bestehende Ressourcen nutzt», sagte Carmen Marty Fässler (SP) und meinte damit die Umplatzierung der Schulgebäude vom Dietlimoos. Dasselbe betonte auch Thomas Fässler (CVP) und fügte an: «Insbesondere finden wir gut, dass eines der modularen Gebäude bei Bedarf sogar noch um ein Stockwerk erweitert werden kann.»

Die Notwendigkeit des Projekts anerkannte auch die FDP/EVP-Fraktion. So sagte Markus Bürgi (FDP): «Wer sich das Wil­acker bei einem Sonntagsspaziergang schon mal angeschaut hat, dem ist klar, dass hier Hand angelegt werden muss.» Seine Fraktion sehe das vorliegende Projekt als «solid, durchdacht und insgesamt als sehr gelungen» an.

Noch ist das Schulhausprojekt Wil­acker aber nicht in trockenen Tüchern, denn das letzte Wort hat das Adliswiler Stimmvolk. Abgestimmt wird aller Vor­aussicht nach am 25. Juni dieses Jahres. Resultiert auch dort ein Ja, werden bereits im nächsten Herbst die ersten Arbeiten durchgeführt. Bezugsbereit soll der neue dreigeschossige Pavillon dann ab dem Schuljahr 2018/19 sein.

Zürichsee-Zeitung