2016-12-28 06:00

Der Schulhaus-Neubau kostet 8,5 Millionen Franken

Adliswil

Der Neubau beim Schulhaus Wilacker kommt näher. Der Stadtrat hat einen Realisierungskredit über 8,5 Millionen Franken gesprochen. Im Frühling soll der Grosse Gemeinderat das Geschäft behandeln. Das letzte Wort wird das Volk haben.

Der Stadtrat will Ende 2020, nach Bezug des Neubaus im Dietlimoos, den Pavillon Dietlimoos (im Bild) im Wilacker aufstellen lassen.

Der Stadtrat will Ende 2020, nach Bezug des Neubaus im Dietlimoos, den Pavillon Dietlimoos (im Bild) im Wilacker aufstellen lassen.

(Bild: Sabine Rock)

  • Pascal Münger

Die Schuleinheit Sonnenberg/Wilacker platzt aus allen Nähten. Aktuelle Schülerprognosen gehen davon aus, dass im Schulkreis zum Schuljahr 2025/2026 mit einem Anstieg von heute 13 auf 20 Primarschulklassen sowie von fünf auf sieben Kindergärten zu rechnen ist.Um den dringenden Bedarf an Schulraum zu decken, will der Adliswiler Stadtrat auf dem Grundstück Wilacker als Ergänzung zum aktuellen Schulraumbestand ein flexibles und modulares Schulgebäude erstellen lassen. Die Anlage soll nach Fertigstellung Raum für acht Klassenkapazitäten - sprich Klassenzimmer plus zugehörige Fachzimmer, Betriebsräume und Tagesstrukturen - haben.

Teurer als angenommen

Nun hat der Stadtrat den Realisierungskredit von 8,5 Millionen Franken für das Projekt gesprochen. Zunächst soll auf das Schuljahr 2018/2019 für sechs Millionen Franken ein modularer dreigeschossiger Neubau realisiert werden, der Platz für sechs Klasseneinheiten mit Nebenräumen bietet. Noch im Oktober ging Finanzvorstand Farid Zeroual (CVP) in einer Grobschätzung für die erste Etappe von rund 4,5 Millionen Franken aus. «Bei der Planung wurde nun festgestellt, dass der Bauuntergrund stärker gesichert werden muss, als bislang angenommen», sagt Zeroual. Aus diesem Grund habe sich der Preis erhöht.

Campusartiges Areal

In einem zweiten Schritt will der Stadtrat dann Ende 2020, nach Bezug des Neubaus im Dietlimoos, den Pavillon Dietlimoos im Wilacker aufstellen lassen. Dieser bietet Platz für zusätzlich zwei Klasseneinheiten sowie Tagesstrukturen. 2,5 Millionen Franken hat der Stadtrat für diese Arbeiten budgetiert, was schliesslich den Gesamtbetrag von 8,5 Millionen Franken ausmacht.

Am Ende soll so ein campusartiges Areal mit zwei in der Höhe gestaffelten Gebäudekörper entstehen. Folgender Plan ist angedacht: Der Hauptzugang zu den Gebäuden und zum Areal wird über die Bernhofstrasse von Südosten oder die Wilackerstrasse von Norden erfolgen. Der Innenhof wird den Platz als zentralen Begegnungsort markieren. «Mit dieser modularen Bauweise kann flexibel auf zukünftige Veränderungen in Bezug auf die Schülerzahlen reagiert werden, indem beispielsweise der Pavillon Dietlimoos aufgestockt werden könnte», sagt Farid Zeroual

Als nächstes wird nun der Grosse Gemeinderat im Frühling über das Vorhaben befinden. Danach wird das Projekt an die Urne kommen.

Kosten von 16 Millionen

Auch das angrenzende Schulhaus Sonnenberg will der Stadtrat mit einem neuen Gebäudetrakt erweitern. Heute bietet die Schule Platz für acht Klassen, künftig sollen es 12 Primar- und zwei Kindergartenklassen sein. Die Realisierung dürfte in mehreren Etappen stattfinden. Im nordwestlichen Bereich des Areals ist der neue Schulhaustrakt mit den Klassenzimmern und einem Singsaal vorgesehen. Diesen Gebäudeteil will der Stadtrat als erster fertigstellen und beziehen lassen, voraussichtlich auf das Schuljahr 2020/2021.

Im Anschluss würden im bisherigen Schultrakt der Kindergarten und die schulergänzende Betreuung eingerichtet werden. Dieser Bezug kann laut Stadtrat ein Jahr später, auf das Schuljahr 2021/2022, erfolgen. Der Stadtrat wird sich im 1. Quartal 2017 mit weiteren Detailfragen zum Projekt beschäftigen. In einer ersten Grobrechnung spricht Farid Zeroual von Kosten bis zu 16 Millionen Franken für die Arbeiten.

Zürichsee-Zeitung