2016-02-25 06:30

Brandschutz-Sicherheit im Schulhaus Zopf zeigt Mängel

Adliswil

Das Schulhaus Zopf wird in den kommenden Monaten behindertengerecht saniert. Gleichzeitig werden Mängel bei der Brandschutz-Sicherheit behoben.

Die Sanierungsarbeiten sollen den Schulbetrieb in den nächsten Monaten nicht tangieren, da sie ausschliesslich in den Ferien geplant sind.

Die Sanierungsarbeiten sollen den Schulbetrieb in den nächsten Monaten nicht tangieren, da sie ausschliesslich in den Ferien geplant sind.

(Bild: Michael Trost)

  • Pascal Münger

Am 20. April 2015 wurde im Schulhaus Zopf die periodische Kontrolle durch die örtliche Feuerpolizei durchgeführt. «Die Kontrolle hat gezeigt, dass diverse Mängel bezüglich der Brandschutz-Sicherheit bestehen», schreibt der Stadtrat nun in einem Beschluss. Darum gibt er für Brandschutzmassnahmen, die in den Frühlingsferien und Sommerferien umgesetzt werden sollen, einen Kredit von rund 130 000 Franken frei. Aber warum wartet der Stadtrat ein Jahr, wenn in einem Gebäude mit Mängeln in der Brandschutz-Sicherheit täglich Primarschüler verkehren? «Es handelt sich bei den Massnahmen nicht um akute Mängel, die behoben werden, sondern um neue Bestimmungen, die sich verschärft haben», sagt Schulpräsident Raphael Egli (CVP).

Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für das Lehrpersonal oder die Kinder bestanden. «Wir bringen das Gebäude im Bezug auf den Brandschutz auf den aktuellen Stand.» So müssten diverse Türen, einige Fensterverglasungen, eine Notbeleuchtung im Treppenhaus und Trennwände nachgerüstet werden. Eigentlich kosten die Massnahmen rund 200 000 Franken. Aber weil die Stadt Adliswil das Schulhaus Zopf in vollem Umfang an die neuesten Standards anpassen will, beteiligt sich die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich mit einem Subventionsbetrag von 40 Prozent.

Lift muss ersetzt werden

Gleichzeitig mit den Erneuerungen der Brandschutz-Sicherheit will der Stadtrat das komplette Gebäude behindertengerecht sanieren. «Auch dazu sind wir verpflichtet», sagt Raphael Egli. So seien auch die Sicherheitsvorschriften für bestehende Aufzüge in den letzten Jahren verschärft worden. Der Lift im Schulhaus Zopf, der im Jahre 1974 in Betrieb genommen wurde, kann jedoch nicht mehr an die aktuellen Bedürfnisse und Vorschriften angepasst werden. Egli: «In diesem Jahr steht die nächste Kontrolle des Aufzugs an. Wir gehen davon aus, dass die Anlage nicht weiter betrieben werden darf.» Darum will der Stadtrat den bestehenden Aufzug für 230 000 Franken durch einen neuen ersetzen. «Es ist zwingend, dass der neue Aufzug behindertengerecht ist», sagt Egli. Dafür müsse der Liftschacht türseitig vergrössert werden. Mit dem neuen Lift werde der Zugang zu sämtlichen Schulzimmern gemäss des Behindertengleichstellungsgesetzes realisiert.

Gebundene Kosten

Weiter müssen auch andere Räume behindertengerecht ausgestattet werden. So beispielsweise die Erschliessung der Sporträume, des Singsaals und einer Toilette. «Diese Arbeiten können gleichzeitig mit einem relativ kleinen Aufwand gemacht werden», sagt Egli. Der Stadtrat habe dafür einen Kredit von 46 000 Franken vorgesehen. Inklusive Eigenleistungen der Stadt, einer Reserve und den Baunebenkosten hat der Stadtrat einen Nettokredit von 448 000 Franken für die gesamten Bauarbeiten im Schulhaus Zopf genehmigt. Da es sich um reine Substanzerhaltungskosten und den Nachvollzug von gesetzlichen Vorgaben handelt, betrachtet der Stadtrat die Ausgaben als gebunden. Sprich: Er kann den Betrag ohne Zustimmung des Parlaments sprechen. «Die Arbeiten werden den Schulbetrieb in den nächsten Monaten nicht tangieren, da sie ausschliesslich in den Ferien geplant sind», sagt Schulpräsident Egli.

Zürichsee-Zeitung