ABO+2016-09-23 06:00

Unheimlicher Rundgang durch das Geisterhaus

Männedorf

An der Seestrasse in Männedorf steht ein seit Jahrzehnten verlassenes Haus mit bewegter Geschichte. Ein Regisseur, der als Kind darin gelebt hat, zeigt im Kino einen poetischen Experimentalfilm über das Innere des Gebäudes.

Überwuchert und verwildert: Haus und Garten haben schon bessere Zeiten gesehen.

Überwuchert und verwildert: Haus und Garten haben schon bessere Zeiten gesehen.

(Bild: Archiv Sabine Rock)

  • Michel Wenzler

Die Filmsequenzen sind etwas wirr. Doch die Geschichte des Hauses an der Seestrasse 121 in Männedorf, um das es im Film geht, ist es auch: Es steht seit rund 30 Jahren leer, der mit Steuerschulden belastete Eigentümer war lange Zeit unauffindbar und die Behörden zeigten plötzlich Interesse an der Liegenschaft. Als die ZSZ darüber berichtete, löste dies auch in Bern etwas aus. Dort wohnt Balthasar Kübler, dessen Eltern das Haus einmal gehörte. Der 1941 geborene Kübler wuchs im Haus auf, bis 1962 wohnte er darin.

Zürichsee-Zeitung