2019-04-04 19:20

Mörgeli greift Heiniger an

Gesundheit

Christoph Mörgeli wirft dem Gesundheitsdirektor Rechtsverletzungen bei der Vergabe eines Leistungsauftrages ans Universitätsspital vor.

Thomas Heiniger und die Gesundheitsdirektion sollen das Willkürverbot verletzt haben. Sie weisen die Vorwürfe als «parteiisch und falsch» zurück.

Thomas Heiniger und die Gesundheitsdirektion sollen das Willkürverbot verletzt haben. Sie weisen die Vorwürfe als «parteiisch und falsch» zurück.

(Bild: Sabina Bobst)

  • Patrick Gut

Die Geschäftsprüfungskommission des Kantonsrats hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses eingereicht. Anlass für die Anzeige ist ein Artikel der gestern in der «Weltwoche» erschienen ist. Darin greift Autor Christoph Mörgeli den abtretenden Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) frontal an. Heiniger habe sich mehrfach über das Recht hinweggesetzt, schreibt Mörgeli.

Es geht um die Vergabe eines Leistungsauftrags zur Behandlung von Knochentumoren. Dieser ging ursprünglich an die Universitätsklinik Balgrist. Nicht berücksichtigt wurde das Universitätsspital Zürich (USZ), das sich auch beworben hatte.

Laut «Weltwoche» entliess das Balgrist den ausserordentlichen Professor, der für die besagten Operationen zuständig war. Dem USZ soll es dann gelungen sein, sich den Leistungsauftrag doch noch unter den Nagel zu reissen. Mit Unterstützung von Heiniger und der Gesundheitsdirektion. Dabei sei unter anderem das Willkürverbot verletzt worden, behauptet die «Weltwoche». Die Gesundheitsdirektion weist die Vorwürfe «vollumfänglich» als «parteiisch und falsch» zurück.

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