ABO+2019-01-18 05:30

Wie wirtschaften wir mit dem Wasser?

Abstimmung

Am 10. Februar entscheidet das Zürcher Stimmvolk über das neue Wassergesetz. Im Interview streiten Josef Wiederkehr (CVP) und Ruedi Lais (SP) über die Vor- und Nachteile des umstrittenen Gesetzes.

Das Glas ist entweder halb voll oder halb leer: SP-Kantonsrat Ruedi Lais rechnet mit einer Ablehnung des Wassergesetzes. CVP-Kantonsratsfraktionschef Josef Wiederkehr zeigt sich zuversichtlich, dass es angenommen wird.

Das Glas ist entweder halb voll oder halb leer: SP-Kantonsrat Ruedi Lais rechnet mit einer Ablehnung des Wassergesetzes. CVP-Kantonsratsfraktionschef Josef Wiederkehr zeigt sich zuversichtlich, dass es angenommen wird.

(Bild: Chris Iseli)

  • Matthias Scharrer

Der Hauptstreitpunkt beim Zürcher Wassergesetz ist die Teilprivatisierung der Wasserversorgung. Das neue Gesetz sieht vor, dass private Unternehmen 49 Prozent der Wasserversorgung übernehmen können, jedoch keinen Gewinn damit erzielen dürfen. Die Linke fürchtet, dass dadurch der Privatisierung Tür und Tor geöffnet wird. Sind diese Ängste berechtigt?
Josef Wiederkehr:Es besteht keine Gefahr, dass private Investoren versuchen würden, unsere Wasserversorgung aufzukaufen. Wir sind der Meinung, dass wir mit der nun vorliegenden Regelung die ursprüngliche Gesetzesvorlage deutlich verschärft haben. Jetzt ist nämlich festgelegt, dass ein Privater nie die Mehrheit der Wasserversorgung besitzen darf, dass er höchstens einen Drittel der Stimmrechte haben und keinen Gewinn erwirtschaften darf.

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